“Das in Kooperation mit “Cirque de Soleil” stattfindende Varietéprogramm “Pomp Duck and Circumstance” wird musikalisch serviert von einer hochkarätigen, international besetzten Band. Am Schlagzeug sorgt MAPEX Endorser Andy Winter für den geschmackvollen Groove. Andy gehört seit längerer Zeit zur festen Besetzung des Ensembles und hat bereits in den USA für “Pomp ...” gespielt. Der gebürtige Österreicher lebt in New York und hat sich dort einen Namen als flexibler All round-Drummer erspielt."
Drums & Percussion 01/1999
"Bei den Olympischen Spielen in Atlanta geben nicht nur Sportler den Ton an: Andy Winter sorgt mit seinen Schlagzeugkünsten für beste Stimmung."
NÖN 31/1996
"Überzeugend das hervorragende Zusammenspiel der Andy Winter Group."
Vorarlberger Nachrichten 1999
"The musicianship is on caliber with any of todays top musical groups and the compositions will leave you completely satisfied. As a composer, producer and drummer Andy Winter will be around for many, many years to come."
Lenny White
Wer in Zeiten einer globalisierten Jazzweit an der Bedeutung des hart konkurrenzierten New Yorker Jazzpflasters zweifelt, der wird bei Andy Winter zurück zu altem Glauben geführt. Der niederösterreichische Schlagzeuger fand in seinen zehn Jahren im Big Apple zweifellos jene befruchtende Reibefläche, an der er wachsen und letztlich auf seinen Weg kommen konnte - auch wenn dieser ein anderer war, als er sich ursprünglich wohl vorgestellt hatte. 1988 war es, als der gebürtige Mödlinger, damals umtriebiger Sideman im Fusion- und Mainstream-Jazz-Umfeld von Karl Ratzer, Harri Stojka bzw. des Vienna Jazz Quintet (u. a. mit Christian Havel), über den großen Teich übersetzte, um jene Musik an seiner Wurzel zu studieren: "Ich wollte einfach iazz, - ganz straight - spielen, das war etwas, was ich hier in Wien nicht so wirklich gespÜrt habe", sagt der mittlerweile 39-Jährige heute. Also inskribierte er an der New School of Music, wo er bekannte Cats wie Larry Goldings, Peter Bernstein, Jesse Davis und Brad Mehldau, mit dem Winter immer wieder in diversen Formationen kollaborierte, zu seinen Kommilitonen zählte. Dazu kam Privatunterricht bei Lenny White, dem legendären Bitches Brew'- und Retum To Forever-Drummer, der zur eigentlichen Bezugsfigur mutierte. "Lenny White spielt ausgezeichnet Jazz mit Freddie Hubbard und geht dann wieder mit Marcus Miller auf Tournee. Für mich ist er in dieser Beziehung ein absolutes Vorbild. Ich hatte eine Zeitlang ein Problem, dazu zu stehen, dass ich Funk und Soul mochte, und war etwas frustriert, weil die Leute, mit denen ich arbeitete, das eher langweilig fanden. Bis Lenny gesagt hat. Vielleicht arbeitest du mit den falschen Musikern?"
Und so kam es, dass Winter im Zuge der sukzessiven Arbeit an seiner Debüt-CD von Straight-ahead-Arrangements zunehmend wieder in die Fahrwasser von Funk und Jazzrock geriet - woran auch die Übersiedlung nach Berlin über ein achtmonatiges Engagement beim Cirque du Soleil« 1998 nichts änderte.
"Ich stehe unheimlich auf R&B, hier liegen meine Roots. Die ersten Sachen, die mich berührt haben, waren Earth, Wind & Fire, James Brown und Parliament Funk", so Andy Winter. "Also sagte ich mir. Warum nicht wieder mehr Funk? Ich liebe Back-Beat. Ich habe kein Problem, Melodien zu spielen, die einfach sind. Dazu stehe ich einfach. Wobei ich das Wort 'Fusion' dafür nicht wirklich mag. In den Staaten würden manche meiner Songs unter 'Smooth Jazz' laufen. Was mich insofern stören würde, als ich dann wiederum in der Kiste von Kenny G und diesen Softie-Jazz-Typen lande. Das sind alles Schubladen."
Das Resultat die CD 'Delicate Move', zu der Freund und Mentor Lenny White die Liner-notes und dessen Kumpel Hiram Bullock einige bluesrockige E-Gitarren-Gesänge beisteuerte, wurde Anfang November mittels Österreich Tournee u. a. im Wiener Tunnel präsentiert: Lockere, an Reggae und Samba andockende Grooves mit süffigen Soli, denen zuweilen eine gewisse 80er-Jahre Patina anhaftet, und die ihre ohrenfreundliche Glätte zumindest in metrisch vertrackten Stücken wie "Multi-Rhythmoculose" oder - live zu hören - "2nd Chance" ansatzweise durchbrechen. Aber darum geht es Andy Winter gar nicht: "Stimmung ist das Wort, das diese CD ausmacht. Für mich ist Komposition und Schreiben und auch Live-Performance nur eine Vibe, eine Atmosphäre, die ich schaffen möchte."
Andreas Felber, Concerto 6/2002
Mit »Delicate Move« stellt Andy Winter sein erstes Solo album vor. Es ist im weitesten Sinne in der Sparte Fusion/Smooth Jazz einzuordnen und wirklich hervorragend produziert. Die meisten Stücke stammen aus seiner Feder, und ansonsten wurden einzelne Bandmitglieder als Komponisten ausgewählt. Als Special Guest konnte Andy zudem noch den Gitarristen Hiram Bullock gewinnen, der sich hier von seiner besten Seite zeigt. Wer nun eine reine Drummer-Platte erwartet hatte, wird sichtlich überrascht, da die Drums eher zurückhaltend, groovig agieren und die Musik im Vordergrund steht, die eingängig und gefühlvoll klingt mit teils großartigen Hooklines und Melodien. Ein durchweg gelungenes Instrumental-Alburn und ein perfekter Einstand des Österreichers mit Wahlheimat Berlin.
HEiNz KRONBERGER
Andy Winter hat für sein neues Album ?Delicate Move" absolut versierte Musiker ins Studio geholt. Damit nicht genug: Dieser zusammengewürfelte Haufen spielt auch beängstigend perfekt zusammen. So muss der in Berlin lebende Winter an seinen Drums nicht den großen Kasper machen, sondern kann die virtuosen Soli seiner Mitstreiter synergetisch nutzen. Hiram Bullock an der Gitarre oder Pianist Jesse Milliner geben den instrumentalen Arrangements, die sich zwischen Funk, 70s Fusion, Jazz und lateinamerikanischen Elementen bewegen, den letzten Schliff. Zum Höhepunkt der abwechslungsreichen Leistungsschau entwickelt sich ?Multi-Rhythmoculose", ein Stück, bei dem Hans Peter Salentins Trompetensolo wunderbar über dem knackpräzisen Schlagzeug glänzt.
Hendrik Drüner, Jazz thing 46
Andy Winter ist Österreicher, hat in Wien und New York studiert und musikalisch schon einige Stationen hinter sich gebracht. Zur Zeit arbeitet er bei »Pomp, Duck & Circumstances«, einer Comedy Musical Show. »Delicate Move« ist sein erstes Soloalbum und - um es vorweg zu nehmen - kein schlechtes. Er hat sich hier einige großartige Musiker ins Studio geholt, die sehr out seine Kompositionen umsetzen und dieses Funk-Fusion-Gemisch recht lebendig gestaltet haben. Herausragend sind dabei Hiram Bullock an der Gitarre sowie der Bassist Rainer Wind, den es ebenfalls nach New York verschlagen hat, wo man sich auch kennen lernte. Wer auf Funk, Fusion
Drums & Percussion 7/2003
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